Archiv für den Monat Dezember 2015

Oh Jaaaaaa(hr)!!!

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Neues Jahr – neues Glück?
Glück, was ist das denn?
Mir geht es gar nicht um Glück, der Begriff befremdet mich, denn Glück ist gar nicht mein grösstes Ziel.
Aber was ist es denn dann? Es geht mir eher darum zu begreifen, zu verstehen, einzuordnen… hmmm, also eigentlich um Kontrolle?
Kontrolle wiederum ist so negativ besetzt, dann wohl eher um Sicherheit? Aber wann, wie und wo sind wir uns denn sicher? Für Gesundheit gibt es keine Sicherheit, kein Mensch an unserer Seite bleibt mit Sicherheit. Sicherheit kann nur im Inneren wachsen, die Sicherheit das Kommende bewältigen zu können, sich selbst sicher zu sein sich immer wieder selbst die Hand zu reichen, ob man einen Fehler macht, am Boden liegt, allein ist oder ob man Erfolg hat, Freude verbreitet, gewinnt. Das ist die einzige Sicherheit und selbst die kommt immer wieder ins Wanken, wenn wir schwanken, zweifeln, grübeln oder gar verzweifeln, oder? ODER?!
Worum geht es denn dann? Um Liebe war all die Jahre meine Antwort – Liebe zu sich selbst, zu anderen Menschen, diesem einen Menschen und Liebe für dieses Leben wie es halt ist.

Ich fühle so intensiv und ich bin dankbar dafür, denn ich lebe und spüre und beobachte, nehme wahr, was manch andere garnicht sehen können. Das ist Fluch und Segen zugleich, denn man ist so intensiv in der Situation, aber man kann sich auch darin verlieren… wie oft hatte ich das Gefühl mich zu verlieren und in einem Meer von Emotionen zu schwimmen. Ich liebe Wasser, das Meer, aber ich möchte meine Bahnen ziehen und nicht plantschen, nicht untergehen und so ist es, die Wellen sind okay, aber immer wieder auch Luft holen und bei der Bahn zu bleiben, wäre schon beruhigend. Da ist sie wieder: die SICHERHEIT.
Ich bin so misstrauisch geworden im letzten Jahr, eine schwere Last, die mich sehr beschäftigt und verärgert und immer noch oft tief tief runterzieht ins Tal der Trauer – aber es ist eine menschliche Reaktion auf Desillusionierung und Enttäuschung! Aber das soll nicht so bleiben, ich will das nicht, war immer vertrauensvoll, ich muss nur selektieren, wer mein Vertrauen verdient und wo ich mich zu mache, weil es einfach besser ist. Es stimmt wohl, dass alles eine Frage der Perspektive ist und ich werde nun darauf achten, auf das Gute im Schlechten, das Feine und Pure im Schmerz, die Farben im Grau, und die Aussagen in Enttäuschungen zu achten und vor allem auf mich selbst: denn ich bin die Hauptperson in meinem Leben!

Manche Jahre sind schlechter und manche Jahre sind besser. Das bedeutet nicht, dass die schlechteren Jahre weniger wertvoll waren, aber sie lassen eben hoffen: auf dass es wieder etwas besser wird. 2015, ich möchte trotzdem danken für:

Meine ♥ FREUNDE ♥: Sie waren still, wenn Ratschläge überflüssig waren und laut, wenn ich aufwachen sollte. Sie waren da, wenn ich nicht mehr wusste, wohin. Und irgendwie wussten sie auch, wenn ich allein sein wollte. Und haben es einfach akzeptiert. Das beste Beispiel: mein 40. Geburtstag.
Danke für das Zuhören und dafür, dass ihr mich in tiefsten Dramen ertragen habt und meiner Welt und mir zeigt, dass unabhängig davon, wie viel schief läuft oder auf welchen Höhenflügen ich mich gerade bewege, wir uns nie vergessen. Ihr bremst mich bei zu hoher Geschwindigkeit und feuert mich an, wenn ihr daran glaubt, dass ich es noch weiter schaffen kann. Auf euch ist immer Verlass.
Apropos Freunde… meinen besten vermisse ich. Sehr. ♥

Ich danke meiner ♥ Familie ♥. Ihr seid mein ZUHAUSE. Ich habe mich euch so nah wie nie zuvor gefühlt und gerade in diesem Jahr wurde ich häufig daran erinnert, was für ein unglaubliches Geschenk es ist, Tochter und Mutter von so tollen Menschen zu sein. Selbst dann, wenn ich keine Umarmung verdient hatte, hättet ihr mich NIE losgelassen. Alles, was ich erlebe, gewinnt erst an Wert, in dem ich es mit euch teile; indem ihr mit mir lacht, mit mir weint, euch mit mir freut und mit mir hofft. Ich wünsche mir, dass es immer so bleiben wird. Denn für EUCH schlägt mein Herz.

Ich möchte mich bedanken, dass ich nicht alles steuern kann.
Manch einer wird es schicksalhaft nennen, andere empfinden es als Werke Gottes, ich glaube, es ist eine Mischung aus beidem. So oft habe ich dieses Jahr Entscheidungen getroffen, die ich alleine in die Tat umsetzen musste, bei denen mir zunächst niemand beistehen konnte, weil ich erst aus der Distanz des Vergangenen mit jemandem darüber sprechen wollte. Doch jedes Mal, bei jedem einzelnen Schritt, der für mich eine Bedeutung barg, sass ich plötzlich neben einer Unbekannten, erhaschte in meinen Gedanken Wortfetzen eines Gesprächs, an dem ich nicht teilnahm oder meine Nase erwischte einen warmen Sonnenstrahl. Jedes einzelne Mal wurde mir auf diese Weise geholfen und ich wurde bestärkt in meinem Handeln, fühlte mich aufgehoben, getröstet, ermutigt. Bei dem Gedanken daran, bekomme ich Gänsehaut. Meine Entscheidungen wurden belohnt, aus der Fremde, die mir so vertraut erschien und mir das wunderschöne Gefühl gab, sicher zu sein.

Zuletzt möchte ich mich für all jene Menschen bedanken, die da waren und weitergegangen sind. Es war schön mit euch und ich bin froh und manchmal auch weniger froh darüber, euch dabei gehabt zu haben. Mit euch sind Erinnerungen entstanden und Erfahrungen gemacht worden, derer ich nicht bereichert wäre, hätten wir uns nicht getroffen. Ich wünsche euch das Allerbeste und bedanke mich für eure Ideen und Anregungen, für eure Art und unsere Zeit.